Eine Reise in die Welt des Composing​

Marcel Egger

Wohnort:

Lustenau

OVF/VÖAV-Mitglied seit:

2014

OVF/VÖAV-Titel

MÖVF-Blau

Funktion im Verein:

Obmann "Erster Fotoclub Lustenau"

Lieblingsthemen:

Alle Fotosparten sowie Composing

Hallo liebe OVF-Freunde!

Christian hat mich eingeladen euch meine Leidenschaft für Foto-Composing näher zu bringen, was ich hiermit gerne mache. 🙂

Ich liebe es, kreativ zu sein, sei es mit Kamm und Schere als Friseur, Pinsel und Farbe als Bildermaler oder Kamera und Computer als Fotograf. Am Anfang steht natürlich immer die Notwendigkeit, das Handwerk von der Pike auf zu lernen. Auf dieser Basis beginnt sich dann die Kreativität zu entfalten. Es gibt diesen magischen Moment beim Malen, wenn man vor der makellos weißen Leinwand steht und eine Vision des fertigen Gemäldes im Kopf sieht. 

Genauso ist es mit der Fotografie. Grundlage ist ein spontan entstandenes oder gezielt geplantes Foto. Aber im perfekten Moment auf den Auslöser zu drücken, mit der perfekten Einstellung ist für mich zu wenig Herausforderung. Ich liebe es, mit meinen Fotos neue Geschichten zu erfinden und das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Ausgangspunkt kann also ein einfacher Schnappschuss eines Fischerbootes sein, der mich dazu inspiriert, daraus eine raue See mit viel Dramatik, Licht und Schatten zu einem Spektakelbild zu machen.

Gerne würde ich euch jetzt auf eine kleine Reise in meine Welt des “Fantastischen Realismus” einladen.

 

Wie ich zum Fotografieren kam

Begonnen habe ich als Bub mit Analogfotografie und entwickelte damals mit Kollegen in der Dunkelkammer unsere Filme. Viele Jahre später kreierten wir in unserem Friseursalon, die alljährliche neue Frisurenkollektion der Kosmetikfirma Redken. Vor meiner Zeit als Fotograf hatte ich dazu einen externen Fotografen engagiert. Um diese Kosten zu sparen, entschloss ich mich damals, eine professionelle Kamera zu kaufen und selber fotografieren zu lernen. Meine Wahl fiel auf die Sony A7R. Ich trat in den Fotoclub Lustenau ein und lernte dort als Erstes den Automatikmodus auszuschalten und das Fotostudio zu nützen. Ab da fotografierte ich unsere Models selber.

 

Fotografie als Leidenschaft

Neben der Hilfestellung im Fotoclub, setzte ich mich intensiv via YouTube mit dem Thema Fotografie und Bildbearbeitung auseinander. Mit Begeisterung verschlang ich jedes Lightroom-Toutorial von Serge Ramelli. Die genialen Composings von Pavel Kaplun und Matthias Schwaighofer animierten mich das Programm Photoshop genauer kennen zu lernen. Da ich gerne reise, begleitete mich die Kamera nun ständig. Ob Sonnenaufgänge in Thailand, Architektur in Dubai, Schlösser in England, Stadtleben in Paris, Tiere in Namibia, Models im Studio, usw. alles wurde fleißig fotografiert und bearbeitet.

 

Meine Fotoarbeiten

Eine meiner Lieblingssparten der Fotografie ist die der Fotomanipulation oder auch Composing genannt. Dazu verwende ich Bildelemente aus meinen Reise- und Studioshootings und baue diese zu neuen Bildern zusammen. Ob ich mich selber in meinen „surrealen“ Fotos herumfliegen lasse, oder einen Apfel mit dem Mund eines Models verschmelze, all diese Arbeiten mache ich mit viel Liebe zum Detail und den gewonnenen Erfahrungen in der Bildbearbeitung.

 

So habe ich Composen gelernt

YouTube machte es möglich. Angeregt von den tollen Fotos und Toturials im Internet habe ich mir die Programme Lightroom und Photoshop intensiv erklären lassen und die Bearbeitungen Schritt für Schritt nachgemacht. Danach versuchte ich meine eigenen Bilder zu verändern. Im Fotoclub wurde mir dann meine Fehler vor Augen geführt und so steigerte ich mich langsam im Erkennen und Bearbeiten meiner Bilder.

 

Das sind meine Fotoquellen

Ich verwende ausschließlich nur eigene Fotos oder Teile davon, welche ich selber im Urlaub oder im Studio mit dem Fotoapparat oder mit meinem iPhone gemacht habe. So wird z.b. aus einer fotografierten Fliese in einem Hotel, ein strukturreicher Fußboden.

 

Diese Programme verwende ich

Die Manipulationen am Computer mache ich mit den Programmen Lightroom und Photoshop. Dort wende ich verschiedene Pinsel wie z.B. Wolken, Rauch, Wasser usw. sowie Farb-, Kontrast- und Schärfungsfilter der Nik-Collection an.

 

Das will ich mit meinen Bildern bewirken

Es macht mir Spass den Betrachter zu verblüffen und das Unmögliche möglich machen zu lassen. Einen süßes Hündchen im Studio zu fotografieren ergibt ein nettes Bild. Diesen Hund jedoch in einen Pool springen und einem Ball nachtauchen zu lassen, macht es erst zu einem einzigartigen Bild welches aus der Masse hervorsticht und Gefallen findet.

 

Was ist ein Composing?

Bei einem Composing oder Fotomanipulation werden aus verschiedenen Fotos einzelne Bildteile am Computer herausgeschnitten, neu arrangiert und zu einem einzelnen Foto zusammengefügt. Das Ziel kann ein natürliches Ergebnis sein in dem die Manipulation kaum zu erkennen ist, oder es geht bis zu surrealen Bildkompositionen in dem die Naturgesetze auf den Kopf gestellt werden.

 

Wo werden Bild-Composings eingesetzt?

Überall wo störende Bildteile das Gesamtergebnis negativ beeinflussen, können diese schnell entfernt oder durch perfektere Bildteile ersetzt werden. Dies kann von einer natürlichen Hautretusche, bis zum Austauschen eines gesamten Hintergrunds gemacht werden. Fotokünstler nützen diese Bearbeitungstechniken um solche Ideen umzusetzen welche nur sehr schwer oder gar nicht zu fotografieren sind.

 

Hat Composing etwas mit Fotografie zu tun?

In unserer heutigen Zeit hat Jeder sein Smartphone in der Tasche. Damit werden die tollsten Schnappschüsse erstellt und durch einen angewandten Filter aufgepeppt. Um aus dem Meer dieser Fotos seine Werke herauszuheben, braucht es mehr als nur eine teure Kamera und abzudrücken. Kreative Ideen, perfekt in Szene gesetzt und professionell fotografiert, ist der Grundstein, um aus diesen Fotos Fotokunstwerke zu kreieren. Wer also nicht fotografieren kann, bringt auch im Photoshop nichts auf die Reihe.

 

Wo fängt Fotobearbeitung an wo hört es auf?

Jeder Fotograf der seine Fotos in irgend einer Art am Computer bearbeitet, verändert so die Wahrheit des festgehaltenen Augenblicks. Das Gras grüner zu machen, einen störenden Ast herauszustempeln, Hautporen weicher zu gestalten oder einen langweiligen blauen Himmel durch dramatischere Wolken auszutauschen, erfordert Wissen, Geschick und Handwerkskunst. Wer also ein künstlerischer Fotograf sein will, kommt über das Beherrschen der Möglichkeiten einer Fotomanipulation nicht herum. Ich persönlich finde ebenso Gefallen an der „puren“ Fotografie, bei dem außer einer Beschneidung nichts verändert werden darf und finde es als eine tolle fotografischen Herausforderung.

 

Wie macht man ein Composing?

Als Erstes und Wichtigstes steht die kreative Idee und die tiefgreifende Aussage des Bildes im Vordergrund. Ist diese gefunden, geht es an die perfekte fotografische Umsetzung der einzelnen Bildelemente. Zu achten ist während des Fotografierens auf Schattenwurf, Brennweite und Schärfentiefe. Der nächste Schritt ist das Freistellen der benötigten Teile am Computer. Hier sind weiche Kanten zu wählen damit sich die Elemente natürlich ineinanderfügen. Diese Ebenen werden nun neu angeordnet, Farbe, Sättigung und Kontraste harmonisiert und miteinander verschmolzen. Ein Schärfentiefeverlauf wird eingebaut und natürliche Schatten und Lichter eingepinselt. Am Schluss verbindet ein Farblook die Elemente zu einer Einheit und durch das Endschärfen des Fotos, ist das Composing abgeschlossen.

 

Bewertung der Qualität eines Composings?

Das Gefallen liegt stets im Auge des Betrachters, doch handwerkliche Ungenauigkeit oder grafische Fehler bestimmen ebenso die Qualität und die Harmonie des Gesamtwerkes. Diese Fehler zu erkennen, dazu benötigt man Kenntnisse und Erfahrung in der Fotografie, der Physik und der Bildbearbeitung. Früher habe ich diese selbst nicht gesehen und war auf die Kritik des Fotoclubs oder Facebook-Gruppen angewiesen. Wenn ich heute ein Compsing-Bild betrachte spüre ich, wenn etwas nicht stimmt und überlege dann, was dieses Gefühl ausgelöst hat. Oft sind es zu harte Konturen, falsche Schatten, Probleme der Schärfentiefe oder Farbfehler. Je exakter alle Elemente zueinander passen, desto harmonischer ist das Endergebnis.

Composing in der Welt der Fotografie?

80% aller Fotografen kennen sich mit Photoshop nicht aus und sind der Meinung dass Composing nichts mit der Fotografie zu tun hat. Auch bei den Meisterschaften spüre ich recht gut, ob die Jury jung und aufgeschlossen war, oder eher einen traditionellen Geschmack hatte. Da kreative Composings einfach aus der Masse der allzeit bekannten Motive heraussticht, bin ich mit meinen Werken entweder ganz vorne in der Platzierung dabei, oder sie werden erst gar nicht angenommen.

BEISPIEL 1:

 

„Dangerous“ – Ein einfaches Composing

Im ersten Beispiel möchte ich eine einfache Fotomanipulation zeigen. Im Studio habe ich Katzenfutter in ein leeres Goldfischglas gelegt und so das Tier in das Glas gelockt, um dann das Grundfoto zu machen. Als zweites Bild verwendete ich einen Schnappschuss eines Goldfisches, welchen ich in Thailand gemacht habe. Dann einfach den Fisch freistellen und in das Glas platzieren. Auf einer neuen Ebene habe ich mit weißer Farbe das Wasser eingezeichnet und die Füße, sowie die Schnauze der Katze vergrößert und versetzt eingefügt, um so die Wasserbrechung zu simulieren. Ein Farblook und Endschärfung musste noch gemacht werden und fertig war das Bild. Zeitaufwand der Bearbeitung ca. 30 Minuten.

BEISPIEL 2:

 

„Etosha Elephants“ – Ein natürliches Composing

Im Etosha-Nationalpark in Namibia konnte ich bei einer Jeep-Safari diese Elfentenherde beobachten. Mein Ziel war es, alle drei Elefanten auf ein Bild zu bekommen. Mit dem Weitwinkel 24-70mm waren die Elefanten zu klein, mit dem 400mm-Tele hatte ich jeden einzelnen der Tiere voll im Bild, aber leider nicht alle zusammen.

Zuhause nahm ich als Hintergrund das Weitwinkel-Foto und stellte einfach die drei Elefanten nebeneinander. Da mir der Himmel zu langweilig war, fügte ich noch dramatische Wolken aus Thailand hinzu und als Highlight noch Sonnenstrahlen in den aufgewirbelten Wüstenstaub.

BEISPIEL 3:

 

„Face Off“ – Ein geplantes Composing

Hier war die Idee die vielen einzelnen fassettenreichen Gesichter eines Menschen zu zeigen. Frei nach dem Motto: „Welches Gesicht ziehen wir denn heute an.“

Im Studio habe ich auf dem Stativ, mit einer Einstellung das Mädchen in den einzelnen Positionen fotografiert. Zuhause am Computer war es dann einfach mit Photoshop die 3 Gesichter auszuschneiden und auf dem Basisbild neu zu platzieren. Als Halterung der Gesichter diente eine Halbglaskugel. Für den finalen Abschluss wurde neben der Vignettierung, ein Farblook sowie eine Endschärfung gemacht.

BEISPIEL 4:

 

„Magic World“ – Ein ungeplantes Composing

In diesem surrealen Bild wollte ich das Unmögliche möglich machen. Meine Aussage: „Nur deine eigene Fantasie ist die Grenze des Machbaren.“ Fotografiert hat mich meine Tochter Romina im Studio. Der Hintergrund ist der Ausblick von unserem Hotelfenster in Bangkok. Die Möwen stammen von einem Schnappschuss in England.

Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Lichtrichtung im Studio von Links-Oben-Frontal gekommen ist, auf dem Bild der Stadt die Sonne von hinten strahlte. Dieses Problem habe ich gelöst, indem ich einen hellen Schein in die Kontur der Person gemacht und den Schatten des Stuhles auf die Brüstung eingemalt habe. So kommt nun das Hauptlicht von hinten.

BEISPIEL 5:

 

„Ronda“ – Eine Landschaftsmanipulation

Auch in der Landschaftsfotografie kann Photoshop sehr hilfreich sein. So hatte ich bei unserem Urlaub in Spanien das Problem, dass ich nicht die ganze Schlucht der Stadt Ronda auf ein einziges Foto bekommen habe. Als machte ich 3 Bilder und fügte diese dann Zuhause in Photoshop zusammen.

BEISPIEL 6:

 

Aunt Mary“ – Objektaustausch in Photoshop

Beim nächsten Beispiel habe ich das Familienportrait in der Hand von Tante Mary gegen ein Einzelportrait ausgetauscht. Dazu musste ich zuerst die Hände freistellen, das Foto einfügen, dann die Finger über das Foto platzieren, Schatten einmalen und noch den Hintergrund neu positionieren.

BEISPIEL 7:

 

„Aaaple“ – Ein schnelles Composing

Auch diese Fotomanipulation war schnell und einfach umzusetzen. Ich habe einen Apfel nass gespritzt und ihn in einem Wasserspiegel fotografiert. Als nächstes brauchte ich nur noch einen passenden Mund herauszusuchen, ihn freizustellen und auf dem Apfel zu platzieren. Die Übergänge habe ich weich eingezeichnet und mit einigen Wassertropfen die Zunge dekoriert. Am Schluss noch eine Spiegelung des Mundes im Wasser gemacht und beendet ist das Bild. Diesen Mund habe ich dann auch noch für ein anderes Composing mit einem Weinglas genommen.

BEISPIEL 8:

 

„Space Girl“ – Ein extremes Composing

Bei einer „Star Trek“ Ausstellung habe ich diesen originalen Borg-Anzug in der Vitrine fotografiert. Zuhause suchte ich nach einem passenden Model in meiner Sammlung und als Hintergrund habe ich dann die Flughafendecke aus Paris gefunden. Die Schwierigkeit war, dass der Anzug mehr von der Seite fotografiert ist als das Model. Durch Verflüssigen und Umbauen der einzelnen Teile, habe ich die Perspektive verändert. Die Betondecke habe ich durch Verformen zu einem Raum in einem Starship verfremdet. Etwas Rauch und einen metallischen Bildlook dazu und das Fantasybild ist fertig.

Die Geschmäcker sind verschieden. Dem Einen gefällt es, dem Anderen nicht. Mit diesem Beispiel möchte ich nur zeigen, dass man jede fotografische Herausforderung meistern kann. Was nicht passt wird passend gemacht.

 

Arbeitsschritte in Photoshop:

 

„Youth Time“ – Erklärung von Bildebenen

Das Grafikprogramm Photoshop bietet uns die Möglichkeit zwei verschiedene Fotos, oder auch nur Teile davon zusammen zu fügen und so ein Composing zu machen. Hier in diesem Beispiel hatte ich das Model ausgewählt, freigestellt und über das Hintergrundbild als neue Ebene eingefügt. Jetzt passte ich die Person in der Größe, im Neigungswinkel und in der Farbe am Originalbild an. Damit das Composing harmonischer wirkt, habe ich noch einen Lichteinfall von Rechts kommend und den Schlagschatten des Models ebenfalls als eigene Ebene eingemalt. Jede Ebene kann für sich selber in der Helligkeit, Deckkraft, Sättigung, Schärfung, usw. angepasst werden. Am Schluss wird das Endergebnis als neues, fertiges Bild gespeichert. Zeitaufwand ca. 1 Stunde.

„Himba Love“ – Abdunkeln des Hintergrunds

Nun möchte ich an einem einfachen Beispiel zeigen, wie man den unruhigen Hintergrund abdunkeln und so den Fokus auf die Hauptperson ziehen kann. Zuerst wird mit dem Schnellauswahl-Werkzeug die Person eingegrenzt und als eigene Ebene freigestellt. Das Hintergrundbild habe ich dann abgedunkelt, die Helligkeit des Models blieb so erhalten. Um das Composing harmonischer wirken zu lassen, habe ich eine zusätzliche Helligkeitsverlaufs-Ebene des Bodens eingezogen und eine Vignette über das gesamte Bild gelegt. Zeitaufwand ca. 1 Stunde.

Freistellen in Photoshop

Das Bild habe ich in Photoshop geladen und unter dem Menüpunkt „Auswahl“ bin ich auf „Motiv“ gegangen. Die Person wurde dadurch strichliert umrandet dargestellt. Hier gäbe es die Möglichkeit weitere Änderungen vorzunehmen. Im Menü „Auswahl“ habe ich auf „Auswählen und Maskieren“ gedrückt und das Model wurde daraufhin freigestellt. Mit dem Pinsel „Kante-verbessern-Pinselwerkzeug“ bin ich über die äußere Kontur der Haare gefahren. Die fehlenden Haarspitzen sind dadurch erschienen. Mit dem Pinselwerkzeug konnte ich nun die Maske verfeinern. Ideal war eine weiche Kante von z2 Pixel einzustellen. Jetzt musste ich nur noch mit OK bestätigen und die fertige Datei zu speichern.

„Over Paris“ – Composing

Als Hintergrund habe ich ein Foto aus Paris genommen, die Wolken stammen aus Thailand. Damit das Model mit dem Dach harmonisiert, habe ich einen Schatten an den Füssen eingezeichnet. Die Sonne kommt im Hintergrundbild von Rechts, leicht von Hinten. Das Problem war, dass ich das Model im Studio von Vorne Rechts Oben fotografiert habe. Somit musste ich dem Model an der Schulter und am Schenkel auf der rechten Seite aufhellen und von der linken Seite leicht abdunkeln. Ein mysteriöser Farblook mit Weichzeichnung des Hintergrunds, sowie eine Endschärfung beendete das Composing.

„Naked Rain“ – Arbeitsschritte

Bei dieser Arbeit habe ich das Model und einen Schuh im Studio fotografiert. Die Glasplatte unter dem Schuh brachte mir die Spiegelung im späteren Wasser. In Photoshop stellte ich den Schuh frei, fügte Regenwolken in den Hintergrund und spiegelte die Wolken im Wasser. Danach wurde das Model freigestellt und platziert. Als nächstes habe ich den Schuh geschlossen, Schatten eingemalt und das Foto mit dem Regen über das Originalfoto gelegt. Zum Abschluss fügte ich noch Regenstriche, Regentropfen und einen Farblook ein. Zeitaufwand im Studio 1 Stunde, grafische Bearbeitung ca. 4 Stunden

„Desert Children“ – Die Natur als Vorbild

Kehren wir wieder zurück in meinen aktuellen Composing-Wissensstand und meine grafischen Fähigkeiten. Beide Fotos habe ich auf meiner letzten Safari-Reise in Namibia gemacht. Beim Zusammenbauen schaute ich bewusst auf die richtige Wahl der Schärfentiefe, des Schattenwurfs und der Farbtemperatur. Irgendwelche kleinen Fehler und Ungereimtheiten sind in einem Composing immer vorhanden. Aber ich glaube das Ergebnis kommt doch recht gut einer möglichen Wirklichkeit nahe.

 

FAZIT:

 

Composing die Königsklasse der Fotografie

Ich bin ein begeisterter Hobby-Fotograf aus Leidenschaft. Ob Portrait, Landschaft, Beauty, Architektur, Sport, Wildlife, Stillleben, Akt, Streetlife oder Pur, jede dieser Sparten fotografiere ich sehr gerne. Überall kann ich meine Kreativität ausleben und so meine Fotokenntnisse und Erfahrungen sammeln und steigern. Aber mein Herzblut liegt im Composen. Hier kann ich meine Phantasie so richtig sprühen lassen und meine grafischen Fähigkeiten am Computer ausleben. Ich sehe diese Sparte als Königsklasse der Fotografie und gebe mein Bestes meine Fähigkeiten noch weiter voranzutreiben.

Ich hoffe, es hat euch dieser kleine Ausflug in das Composen und in die Möglichkeiten der Fotomanipulation gefallen und motiviert euch vielleicht, selber mal eure eigenen Fotos „kreativ“ zu bearbeiten.

„Die Götter beschenkten mich mit die Gabe der Kreativität und mit der Bürde des Drangs nach Perfektion.“

Marcel Egger